„Nicht alles, dem man sich stellt, ist zu ändern, aber nichts kann geändert werden, solange man sich ihm nicht stellt.“

James Baldwin

Die Frage heute lautet:

Wie genau verhinderst du, dass du dich wahrnimmst?

Die Antwort darauf lautet:

indem ich fernsehe; indem ich zu schnell zu viel tue, ohne mir Pausen zu gönnen; indem ich Dinge esse, die mir kurzfristig ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln; indem ich mir keine Zeit mit mir selbst erlaube; indem ich im Internet surfe; indem ich Sachen kaufe, die ich eigentlich nicht brauche; indem ich zuviel denke und zuwenig fühle…

Jeden Abend kommt aufs neue dieser Punkt, wo ich eine innere Leere spüre und daraufhin dieser wohl bekannte Drang nach Essen auftaucht. Wenn ich mich dann mir selbst zuwende, mir Zeit nehme etwas Gutes zu tun… und sei es einfach dazusitzen, die Stille zu geniessen und meine Hand auf meine Brust zu legen… eine schöne CD zu hören… oder wie heute in die Sauna zu gehen… dann vergeht dieser Drang doch sehr schnell und eine tiefere Befriedigung tritt ein. Eigentlich ist es einfach. Und es fühlt sich so viel besser an, als zu essen. Meine wirklichen Gefühle bekommen Raum einfach da zu sein, ich beginne mich in meinem Körper wieder wohl zu fühlen.