http://www.ein-langes-leben.de/index.php?option=com_content&view=article&id=92:vorteile-und-gefahren-der-rohkost-ernung&catid=22:dr-switzers-wildkraeuter-vitalkost&Itemid=69

Dieser Artikel von Dr.Switzer ist wieder einmal sehr informativ. Hier ein paar Auszüge:

Warum Wildkräuter-Vitalkost?

Die Beschwingtheit, Energie und Vitalität, die durch eine ausgeglichene Vitalkost-Ernährung entstehen können, haben schon viele überrascht. Für mich ist es einfach toll zu erfahren, welche Lebenskraft man aus einfachen Wildpflanzen gewinnen kann. Man ist fast immer „gut drauf“, manchmal hat man das Gefühl, die Energie sei grenzenlos.

Eine 100-prozentige Vitalkost-Ernährung ist für die meisten Menschen allerdings eine Schuhnummer zu groß. Meine Empfehlung wären 80 Prozent Vitalkost-Anteil mit 20 Prozent gekochter Nahrung.

Es hängt von der eigenen Konstitution und Stoffwechselleistung ab, inwieweit man einen hohen Prozentsatz an Vitalkost verkraften kann. Die meisten Menschen haben einen Darmtrakt, der stark degeneriert und deswegen kaum in der Lage ist, viel Vitalkost zu verwerten. Kleine Mengen gekochter Nahrung wie Suppen, ayurvedische Bohnengerichte, Hirse etc. sind deshalb empfehlenswert und können für die meisten Menschen vorteilhaft sein. Dies lehrt auch der Ayurveda. Mit wachsender Praxis und innerer Reinigung kann der Körper zunehmend mehr Vitalkost tolerieren. Ich habe Jahre gebraucht, bis ich eine 95- bis 100-prozentige Vitalkost-Ernährungsweise mit einem hohen Anteil an Wildkräutern realisieren konnte.

Meine Einschätzung ist, dass nur wenige Rohköstler mit einer 100 Prozent veganen Ernährungsweise klarkommen. Viele Rohköstler entwickeln mit der Zeit ausgeprägte Mangelzustände, weil die Ernährung den Nährstoffbedarf nicht vollständig abdecken kann und das Verdauungsfeuer nicht optimal auf 100 Prozent Vitalkost eingestellt ist.

Vitalkost beschwingt den Geist und befreit den Körper von vielen belastenden Schlacken und Toxinen. Viele Krankheiten können durch einen hohen Anteil an Vitalkost sogar geheilt werden. Die Leichtigkeit und Beschwingtheit, die man bei einer (F)Roh-Kost-Ernährungsweise erfahren kann, möchte man nicht mehr missen.

Eine optimale Vitalkost-Ernährung muss allerdings erst gelernt werden! Aus eigener Erfahrung kann ich hier einige Tipps geben. Es lohnt sich, sich erst mit dem Thema zu beschäftigen, bevor man in diese Richtung geht. Hier helfen Seminare wie meine „Future Food“-Veranstaltung oder das Lesen meines Rezeptbuchs „Dr. Switzers Heilkräftige Wildkräuter-Vitalkost-Rezepte“.


Mangelzustände, die durch reguläre Rohkost entstehen können

Viele Rohköstler sind mit gesundheitlichen Problemen konfrontiert, die durch einen Mangel an bestimmten Nährstoffen auftreten können. Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen) kann die Folge eines Vitamin-B12- und Eisenmangels sein. Die ersten Zahnschäden werden oft sichtbar, wenn Zink, Magnesium, Kalzium, Kieselsäure, Strontium, Bor und Vitamin D fehlen. Viele klagen über Untergewicht und Muskelabbau, ein Zeichen dafür, dass bestimmte Aminosäuren oder Proteine fehlen.

Eine Anämie oder Blutmangel sollte man durchaus ernst nehmen. Ich habe auch Rohköstler erlebt, die an Krebs erkrankt waren oder unter den Folgen eines Schlaganfalls gelitten haben. Viele klagten über Probleme mit einem schwächeren Bindegewebe oder mit starken Blähungen.

Ich möchte hier keineswegs die Rohkost schlechtreden, im Gegenteil, ich bin selbst Rohköstler. Aber ich wollte wissen, wo die Schwachstellen von Rohkost liegen. Ich fing an, Nährstofftabellen und Ernährungsstudien zu lesen. Ich befasste mich mit den wichtigsten Publikationen auf Englisch. Fazit: Eine erfolgreiche Rohkost-Ernährungsweise ist wie eine Geheimlehre, die erst gelernt werden muss. Sonst wird früher oder später jeder in einer Falle landen: Die Zähne können wackelig werden und ausfallen, das Bindegewebe kann schwach werden, die Gesichtshaut faltig, die Haare frühzeitig grau, Libido und Potenz können sich verabschieden, eine gefährliche Anämie kann sich bilden, die Menstruation ausbleiben, ein Gewichtsverlust im freien Fall kann sich einstellen und auch die Entstehung von Essstörungen, um einige Probleme vorweg zu erwähnen. Um diese zu vermeiden, habe ich versucht, den Nährstoffgehalt und die Verträglichkeit so zu optimieren, dass Stoffwechsel und Immunsystem mit einer optimierten Rohkost-Ernährungsweise wirklich rundlaufen.

Daraus entstand meine Wildkräuter-Vitalkost, eine Synthese aus heimischen Wildkräutern, nicht erhitzter Vitalkost, probiotischen Nahrungsmitteln und Sprossen sowie ausgewählten Nahrungsergänzungen. Diese Ernährungsweise ist nach ayurvedischen Richtlinien entwickelt und deshalb exzellent verträglich. Weil ich selbst kein Kostverächter bin, habe ich auch darauf geachtet, dass die Gerichte nicht nur sehr verträglich, sondern auch interessant und schmackhaft sind. Über einen Zeitraum von ca. zehn Jahren hat die Mehrzahl dieser Rezepte nicht nur bei Seminarteilnehmern, sondern auch bei meinen Patienten (hier vor allem die therapeutischen Rezepte) den Praxistest bestanden.

Aus diesen Bemühungen ist mein Rezeptbuch mit 180 heilkräftigen Rezepten entstanden. „Dr. Switzers Heilkräftige Wildkräuter-Vitalkost-Rezepte“ zeigt den Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden durch eine heilkräftige Ernährungsweise. Jeder wird in diesem innovativen „Kochbuch“ die Rezepte finden, mit denen er glücklich werden kann. Selbst ganz „normale“ Menschen, die nicht besonders um einen gesünderen Ernährungsstil bemüht sind, werden fündig. In der Rezeptsammlung enthalten ist z. B. jener legendäre Rohkost-Cashew-„Käsekuchen“, der bei meinen Seminaren immer wieder für Begeisterung sorgt. Gesprossene Leinsamen-Brennnessel-Cracker, ein probiotisches Quinoa-Hummus-Gericht, mit dem eine magenlose Krebspatientin sechs Kilo zunehmen konnte, Brennnessel-Apfelkuchen und viele andere Rezepte, deren Ernährungsprinzipien erläutert werden, haben viele Menschen dazu motiviert, ihre Ernährung auf spielerische Weise zu optimieren. Die Rezeptsammlung enthält sogar traditionelle ayurvedische Kochrezepte, die man durch heimische Wildkräuter wie Brennnessel, Giersch und Löwenzahn veredeln kann.

Mit der Wildkräuter-Vitalkost werden auch „normale“ Menschen von einer „High Energy“-Ernährungsweise mit einem hohen Gehalt an Biophotonen, Enzymen, Bitterstoffen usw. profitieren, ohne unbedingt auf 100 Prozent Rohkost wechseln zu müssen. Man muss nicht zwingend zu einem Rohkost-„Dogmatiker“ mutieren, um in den Genuss der vielen Vorteile zu kommen. Damit lässt sich auch eine gewisse Flexibilität bewahren, wenn man in Situationen gerät, in denen das Beharren auf Rohkost soziale Probleme verursachen könnte. Oder vielleicht braucht man im Winter etwas gedämpften Brokkoli oder gekochte, ayurvedische Bohnensuppe, um damit eine Vata-Störung ausgleichen zu können. Deswegen habe ich in das Rezeptbuch auch einige ayurvedische „Kochkost“-Rezepte aufgenommen. Damit kann wirklich jeder glücklich werden, egal ob er beabsichtigt, 50 oder 100 Prozent Rohkost zu essen.

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