Ich war viel unterwegs in letzter Zeit, erst auf dem Tango-Workshop, dann auf einer Fortbildung. Ausserdem habe ich eine Menge Arbeit nachzuholen, deshalb komme ich nicht so viel zum Schreiben, bzw. mir fehlt oft die Muße, mich überhaupt in meine Befindlichkeiten einzufühlen.
Jetzt bin ich mit meinem Sohn und einem Freund von ihm zum Windsurfen ans Meer gefahren. Das war sein grosser Wunsch und ich wollte auch mal wieder explizit etwas für ihn machen. Das Wasser ist allerdings noch eisig und die Vermietungsstationen sind noch gar nicht geöffnet. Aber es gibt auch sonst schöne Sachen zu machen hier und die beiden Jungs machen Hotel und Ort unsicher. Mir bleibt viel Zeit, um mit meiner grossen Hündin zu laufen. Die kleine Hündin von mir ist mit einer Freundin in die Schweiz gefahren, und so komme ich endlich mal wieder dazu, auszuschlafen.
Ich habe meinen Personal Blender mitgenommen, um mir Smoothies machen zu können, und pflücke auf meinen Spaziergängen fleissig Brennesseln, Löwenzahn und Giersch. Salat gibt es ja eigentlich überall zu essen, und so kann ich mein Rohkost-Essen ohne allzu grossen Aufwand ganz gut beibehalten. Ich habe aber auch schon lecker Spargel mit Sauce Hollandaise und Fisch gegessen.
Hotels sind eigentlich nicht so meine Welt, diese distanzierte Höflichkeit lässt mich fremdeln. Aber ich versuche trotzdem einfach immer mein Herz offen zu lassen, egal wie sich die anderen so verhalten. Und dann bricht doch auch oft schnell das Eis.
Gesundheitlich geht es mir, nach dem ersten Rückschlag nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub, langsam wieder besser. Ich brauchte erstmal etwas Zeit, um mich wieder an mein eigenes Leben und den normalen Stresslevel hier zu gewöhnen. Toll finde ich das nicht, aber ich muss irgendwie einen Weg finden, damit klarzukommen und auch lernen unnötigen Stress zu vermeiden. Am meisten Schwierigkeiten habe ich mit Schlafmangel, da gehen sehr schnell diese Symptome wieder los. Deshalb muss ich mich sehr disziplinieren abends rechtzeitig schlafen zu gehen, was mir sehr schwer fällt, da ich abends immer total auflebe. ich bin eigentlich eine Nachteule.
Nun geniesse ich es aber ersteinmal, viel Zeit für meinen Sohn zu haben ohne den ganzen Alltagskram um uns herum. Und er scheint das auch zu geniessen.

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