In den letzten Tagen konnte ich feststellen, dass mir Brot, vor allem, wenn es getoastet ist, immer noch sehr gut schmeckt. Ich habe mir so einen Keimling geholt, ein Vollkornbrot aus gekeimten Getreide. Ich dachte, das gönne ich mir mal zur Abwechslung. Ich will ja nicht fanatisch werden und vor allem noch gesellschaftsfähig bleiben. Dazu habe ich dann mittags einen Salat mit gebratenem Rind bestellt, weil ich mich irgendwie blutleer fühlte. Ja, wenn ich meine Mens habe, kommen mir solche Gelüste manchmal. Am Abend habe ich für meinen Sohn Spaghetti Arrabiata gekocht, das liebt er und es ist eine meiner Spezialitäten. Davon habe ich dann auch noch ein bisschen was gegessen, allerdings mit viel grünem Salat dazu.

Ich fand es interessant, nach all diesem für mich inzwischen ungewohnten Esssen zu spüren, dass Kohlehydrate mich irgendwie gierig machen. Obwohl ich – vor allem nach der Pasta – eigentlich pappsatt war, hatte ich plötzlich Gelüste nach mehr zu essen, nach Chips, nach Süssem, nach irgendwas. Ich habe mir dann einen grünen Smoothie gemacht, weil mir bewusst wurde, dass mein Körper eigentlich nach Nährstoffen verlangte, die ihm so eine Pasta eben einfach nicht geben kann. Dann war ich so richtig pappsatt, aber egal, ich verbuche das mal auf dem Konto „Erfahrungen sammeln“. Pasta macht mich also nicht glücklich, wie ich früher vielleicht mal geglaubt habe. Das war so mein „Seelenfutter“, wenn es mir nicht gut ging. Ich finde es wirklich spannend, dass ich, wenn ich mich mit viel vitaler Kost ernähre, fast überhaupt keine Gelüste habe und auch eher wenig esse, mich dabei aber auf leichte Weise satt fühle.

Heute esse ich nun also wieder ein rohköstliches Frühstück, obwohl noch Brot da wäre, aber ich gönne meinem Verdauungsapparat mal eine Pause:

grüner Smoothie aus Aloe, Mangold, Ananas und Spirulina

Roh-Cracker mit Avocado und Sprossen

und eine halbe Pampelmuse.

dazu ein Dinkelmilch-Kaffee.

Ich lese zur Zeit Oshos Biographie. Da sind Ausschnitte aus seinen Reden zusammengetragen, in denen er über seine Kindheit, seine Zeit an der Uni und als Professor erzählt. Je älter ich werde, umso mehr kann ich mit Osho anfangen. Da sind so viele wundervolle Weisheiten zu finden, vor allem aber inspiriert er mich, wirklich ganz und gar und total zu mir selbst zu stehen.

„Erleuchtung ist das Einzige, die einzige Erfahrung, wo alle gleich sind – gleich fähig. Und sie ist nicht abhängig von deinen Handlungen, nicht von deinen Gebeten, nicht davon abhängig, ob du an Gott glaubst oder nicht. Es kommt nur auf eines an: auf eine kleine Kostprobe davon. Dann bist du dir plötzlich sicher, dass du dazu fähig bist. (…)

Wenn du dir einmal sicher bist, dass du still sein kannst, dann wird sich deine Blickrichtung völlig ändern. Es geht nicht um Disziplin, es geht nicht darum, ob du besonders andächtig bist oder an Gott glaubst – nichts von diesem ganzen Unsinn! Es geht darum, ob du deine eigene Fähigkeit spürst. (…)

Und das Erstaunliche für mich war, dass sich die Handlungen verändern, je stiller man wird, je bewusster man wird, je wacher man wird – aber nicht umgekehrt. Man kann seine Handlungen ändern, aber das macht einen nicht bewusster. Werde bewusster und die Handlungen ändern sich.“

Osho

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