Gestern bin ich mit dem Schloh einmal um die Insel gefahren, über die Berge, mitten durch die Wolken hindurch. Auf der anderen Seite schien dann wieder die Sonne. Ich habe lange nicht mehr so viel geredet, über Meditation und den Tod seiner Frau, über meine Familiengeschichte, Beziehungen, den Tod meiner Mutter. Und dazwischen habe ich immer wieder den Blick aufs Meer, auf die Berge und die vielen Blüten am Strassenrand genossen.

Ja, der Schloh ist ein tiefsinniger und humorvoller Geselle, der sich Zeit nimmt, um  zu heilen und die Trauer zu verarbeiten, und der zwischendurch einen Joint durchzieht. Ich bin gefahren, was mir sowieso lieber ist, denn bei den Abhängen habe ich ganz gern die Kontrolle.

Heute bin ich mit zwei Frauen zum Wandern verabredet. Meine letzte Woche hier ist angebrochen und ich freue mich nun auch wieder auf mein Leben Zuhause, auf meinen Sohn und meine Hunde, auf meine vertraute Umgebung und meine Freunde. Es ist eine gute Erfahrung mal aus dem Gewohnten herauszutreten, ganz allein zu sein, vollkommen neue Leute kennenzulernen. Es ist gut zu erfahren, dass ich Menschen um mich brauche, nicht die ganze Zeit, aber immer mal wieder, und dass es überall gute Menschen gibt mit spannenden und berührenden Lebensgeschichten.

 

 

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