Ich habe wenig geschrieben in der letzten Woche, weil es mir wirklich schlecht ging.

Tja… da war er nun, der volle Schilddrüsen-Schub, so stark, wie nur einmal ganz zu Beginn der Krankheit vor etwa 7 oder 8 Jahren. Es hat mich vor allem emotional extrem mitgenommen, da ich es so viele Jahre geschafft hatte ohne Medikamente in Balance zu bleiben, und nun hatte ich Angst, ernsthaft krank zu werden. Das Schlimmste wäre für mich von der Schulmedizin und von Medikamenten abhängig und zu ständigen Arztbesuchen gezwungen zu sein. Aber als es mir jetzt so richtig schlecht ging kam ich an einen Punkt des totalen Loslassens… nach vielen Tränen… wo ich innerlich alles akzeptierte.

Von da an ging es langsam Tag für Tag ein klitzekleines bisschen bergauf. Ich folge meinem Körper und frage ihn, was er braucht und immer wieder ist das vor allem eine Menge Rohkost, was mich nach wie vor sehr erstaunt. Ich lese sehr viel zu dem Thema zur Zeit. Besonders inspiriert haben mich dabei zwei Bücher:

„Innere Reinigung“ ein Detox-Programm von Karyn Calabrese

und

„Heilkräftige Wildkräuter-Vitalkost-Rezepte“ von Dr. Switzers

Eine weitere erleuchtende Entdeckung ist die Heilkraft von frischen Aloe Blättern, die besonders stärkend auf das Immunsystem wirken. Mir ist bewusst geworden, dass Heilung im Darm beginnt und dass ich nun vor allem mein Immunsystem stärken muss, wenn ich auf natürlichem Wege heilen möchte.

Seit anderthalb Wochen folge ich nun quasi einem Programm, das mir mein Körper eingeflüstert hat:

Vor dem Frühstück trinke ich Aloe-Saft auf nüchternen Magen, dazu eine Vitamin D3-Tablette und Cholostrum.

Zum Frühstück trinke ich zunächst einen Liter grünen Smoothie mit frischen Aloeblatt. Danach esse ich Sauerkraut mit geschälten Hanfsamen und Rohkostcracker mit einem Esslöffel Kokosöl und einen Dinkelmilchkaffee. Anfangs habe ich noch glutenfreies Brot dazugegessen, habe dann aber gemerkt, dass ich es gar nicht brauche. Ich fühle mich zutiefst genährt nach diesem Essen, klar und ruhig.

Dann arbeite ich eine Weile- zum Glück bin selbständig und kann mir meine Zeit selbst einteilen- und gehe dann ein oder zwei Stunden mit meinen Hunden. Vor allem dieser Gang zeigt mir an, wie es um meine Energie bestellt ist. Anfangs war ich extrem wackelig und zittrig, hatte Schwindelgefühle und war sehr langsam. Von Tag zu Tag spüre ich mehr Energie, und das macht mir Mut!

Übrigens: Ja, ich habe einen anthroposophischen Hausarzt, der meinen Weg begleitet.

Mittags esse ich eine grüne Suppe aus dem Buch von Karyn Calabrese, dazu wieder Rohkost Cracker und vielleicht eine halbe Avocado. Die Suppe besteht aus Sprossen, Moringa-Pulver, Kresse oder anderem Grünzeug, Kokosöl, Dulse-Algen und einem Apfel und schmeckt unerwartet lecker. Erstaunlicher weise bin ich danach total satt, fühle mich leicht und mache weiter meine Sachen.

Abends mache ich gern ein bisschen Yoga oder tanze für mich selbst und ich meditiere jeden Abend. Zur Zeit liebe ich es eine ausgleichende Drüsen-Meditation von Thorsten Weiss zu machen, die Teil des Programms des Vital Coach Trainings ist. In der letzten Woche haben sich unglaublich viele Emotionen in mir gelöst und dementsprechend habe ich den Tränen endlich mal erlaubt, frei zu fliessen. Danach ging es mir immer deutlich besser und ich kann fühlen, dass ich zu viel festgehalten habe im letzten Jahr… oder teilweise vielleicht schon mein Leben lang. Es hilft mir, mich vor oder nach dem Yoga einfach zu schütteln und Geräusche zu machen, so wie sie gerade kommen wollen. Ausserdem singe ich manchmal in meine Schilddrüse hinein, ich folge da ganz meinem aktuellen Bedürfnis und das Wichtige ist vor allem, mir diese Zeit zu nehmen, um mich selbst zu spüren.

Abends esse ich dann auch gekochtes, wenn mir danach ist, eine Gemüse-oder Linsensuppe, oder etwas Gemüse mit vollwertigem Getreide. Manchmal dann noch einen Smoothie, weil ich das Bedürfnis nach etwas frischem habe.

Vor dem Schlafengehen trinke ich dann noch Heilerde, jeden zweiten oder dritten Tag mit Flohsamenschalen, die die sich lösenden Gifte aus dem Darm aufnehmen sollen laut Karyn Calbrese.

Der Anstieg meines Energielevels ist erstaunlich, vor allem aber spüre ich wieder Hoffnung, dass ich meine Heilung selbst positiv beeinflussen kann.

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