Die letzten Tage tobte ein Sturm in meinem Hormonsystem, als würden zwei Strömungen aufeinanderkrachen. Ich kämpfte mit meinem Zustand und mein Zustand mit mir. Es fiel mir so schwer zu akzeptieren, dass mich meine Krankheit wieder einmal eingeholt hatte, dass dieser Kampf nie ganz zu gewinnen zu sein scheint. Dabei könnte ich mich auch darüber freuen, dass ich ein ganzes Jahr symptomfrei war. Dass ich es geschafft habe so lange in Balance zu sein, könnte mir auch Mut geben, dass ich diese Balance wiederfinden kann. Stattdessen wollte ich diese Symptome weghaben, so schnell wie möglich. Ich weiss aber inzwischen, dass mein Weg der Heilung über die Akzeptanz läuft, dass die Tür der Heilung erst aufgeht, wenn ich Ja zu meinem Zustand sage.

Heute hat sich der Sturm gelegt, und es ist nur noch ein inneres Schwanken da, ein Schwindel, als würde ich auf einem Boot auf der See treiben, dabei laufe ich durch den Wald. Meine Energie ist schwach, aber dennoch empfinde ich eine zarte Freude an diesem milden Tag, ich geniesse die Sonnenstrahlen, die durch kahle Bäume fallen und das weiche Laub unter meinen Füssen, und gehe langsam die Hügel hinauf und hinunter.

Wenn ich alles in meinem Tempo mache, ist es ok. Ich weiß meine Energie wird wiederkommen, irgendwann. Jetzt bin ich eben langsam und ich bin damit in Frieden und dieser innere Frieden ist so wohltuend nach all dem Tumult der letzten Wochen.

D A N K E .

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