Meine Nerven waren heute wieder nicht die stabilsten. Als ich im Wald mit den Hunden laufe begegnet mir eine Frau auf Krücken mit einem kräftigen Labrador-Rüden. Da meine ältere Hündin gerade läufig ist, bitte ich sie ihren Hund anzuleinen, während er sich schon eifrig an meine Hündin ranmacht.

„Ja, das wird jetzt schwierig!“ sagt die Frau.

„Soll ich etwas in Ihre Richtung kommen, damit sie ihn fassen können?“ frage ich noch höflich.

„Ja.. nein.. ich weiss nicht… das wird jetzt schwierig!“, meint sie nur immer wieder.

Inzwischen bellt meine Hündin den immer wilder werdenden Rüden weg, aber er lässt sich davon nicht weiter beeindrucken.

„Sie können doch nicht mit einem Hund rausgehen, über den Sie keine Gewalt haben“ blaffe ich die Frau schliesslich gereizt an und marschiere zügig weiter während der Hund uns nachläuft und die arme Frau auf ihren Krücken verzweifelt nach ihm ruft.

Ein Stückchen weiter fange ich an zu heulen. Mir ist grad alles zuviel. Die kleine Hündin fabriziert Zuhause ein Chaos nach dem anderen. Vor ein paar Tagen hat sie bei meinem Sohn im Zimmer eine ganze Tüte Bonbons samt Plastikfolien verschlungen. Die kommen nun nach und nach fein säuberlich verpackt hinten wieder raus. Nichts ist vor ihr sicher, der Mülleimer, der gelbe Sack, sogar meine Handtasche wird ausgeräumt. Und immer wenn ich gerade glaube, sie sei endlich stubenrein, pinkelt sie wieder mitten ins Wohnzimmer.

Nur mit Phantasien darüber, dass ich nächsten Winter auswandere, überstehe ich schweissgebadet diesen Waldspaziergang.

Seit einer Woche spreche, höre, atme ich mich durch die 138 Transfirmationen von Thorsten Weiss.

http://www.behealed.de

Sie sind in 7 Teile aufgeteilt, so dass ich mich jeden Tag der letzten Woche mit ihnen beschäftigt habe. Dies war emotional eine schwierige Woche für mich und oft haben die Transfirmationen mich am Abend aufgefangen und wieder ins Gleichgewicht gebracht. Einige Tränen sind geflossen, heilsame, gute Tränen. Vor allem aber haben sie mich immer wieder zurück in die Liebe und Akzeptanz gebracht. Dabei geht es mir zur Zeit weniger ums Abnehmen (obwohl ich auch dagegen nichts einzuwenden hätte!) als um meine Gesundheit und Balance, sowohl körperlich wie auch emotional. Ich hatte diese Woche einige seltsame Symptome, die ich gar nicht einordnen konnte. Meinem Körper fällt irgendwie immer etwas Neues ein, womit er mich erschrecken kann. Ein ganzes Jahr war ich so schön im Gleichgewicht, dass ich schon glaubte, geheilt zu sein. Wenn es nach der Schulmedizin ginge, wäre ich längst ein Dauerkonsument von Hormonen. In den letzten 7 oder 8 Jahren bin ich aber ganz gut ohne zurechtgekommen, auch wenn ich immer wieder mit meinem hormonellen Ungleichgewicht arbeiten und extrem gut auf mich hören musste… oder durfte!  Ignoranz verzeiht mir mein System nur sehr kurzfristig.

57. Ich bin es wert und ich habe das Recht und ich verdiene es, schlank, gesund, glücklich und voller Vitalität zu sein.

5. Ich umarme alles an mir liebevoll und respektiere mich genauso wie ich jetzt bin.

8. Ich verdiene alle meine Wünsche und noch viel, viel mehr.

83. Mein Körper weiß ganz genau, was gut für mich ist.

Dies ist eine kleine Auswahl der Sätze. Sie wirken für mich vor allem dadurch, dass ich sie zu mir selbst spreche und emotional fühle. Manchmal spüre ich dann eine Blockade, wodurch mir einige tiefsitzende Muster bewusst geworden sind, vor allem wie wenig etwas in mir daran glaubt, es zu verdienen, ganz gesund, glücklich und vital zu sein. Ich wirke auf andere sicherlich nicht so, aber sehr tief in mir drin ist ein verletztes Urvertrauen. Meine Eltern hatten selbst so ein zutiefst verletztes Urvertrauen. Auch wenn sie versucht haben liebevolle Eltern zu sein, habe ich doch schon als Kind gespürt, dass sie extrem verletzt und bedürftig waren und meine eigenen Bedürfnisse zurückgesteckt. Ich arbeite schon seit vielen Jahren mit diesen inneren Mustern, und immer gibt es noch eine tiefere Schicht aufzulösen.

Manchmal frage ich mich, ob das irgendwann einmal aufhört. Aber ich weiss schon, dass dies die falsche Frage ist.

Heilung geschieht immer nur in diesem Moment und ich kann nur immer wieder annehmen, was gerade in mir vorgeht.

Advertisements